Lebensmittellagerung

Lebensmittellagerung

 

Gültig für alle Getreidesorten, sowie für Dörrobst, Dörrgemüse und andere Lebensmittel.

 

Ein luft- und wasserdichter Behälter

Ein passender Behälter ist die Voraussetzung für die richtige Lagerung. Wenn dieser nicht vorhanden ist, dann muss man die optimalen Bedingungen im ganzen Lagerraum sicherstellen. Staatliche Zivilschutz-Lager funktionieren meistens auf diese Weise (geregelte Licht-, Luft- und Temperaturbedingungen im ganzen Lagerraum), doch für die persönliche Vorsorge ist es einfacher die optimalen Bedingungen durch einen passenden Behälter zu erzielen. Für das Dörrgut sind als Behälter z.B. Weckgläser geeignet, Getreide kann man entweder auch in großen luftdichten Gläsern aufbewahren, in verschweißten Alluminium-Verbund-Beuteln oder in lebensmitteltauglichen Kunststoff-Behältern.


Feuchtigkeitsgehalt

Das ideale Feuchtigkeitsgehalt liegt unter 10 % (je weniger, desto besser). Nie sollte das Feuchtigkeitsgehalt über 15 % steigen. Die Feuchtigkeit kann man am einfachsten mit einem Feuchtigkeitsabsorber reduzieren und dann mit einem Feuchtigkeitsmessgerät kontrollieren (die günstigsten Geräte bekommt man für ca 10 €).

 

Temperatur

Im Grunde gilt hier – je niedrigere Temperatur, desto besser. Vorsicht nur – bei Temperaturen unter null Grad erfriert etwaiges Restwasser in den Lebensmitteln, was ihre Eigenschaften und die weitere Haltbarkeit beeinträchtigen kann.* Ideal ist natürlich ein kalter und trockener Keller. Allerdings – selbst bei Raumtemperaturen von ca 20°C kann z.B. Getreide erfolgreich 10 Jahre lang gelagert werden, solange die anderen Voraussetzungen erfüllt sind (Sauerstoff-freie Umgebung, Feuchtigkeitsgehalt unter 10 %, Schutz vor Sonnenlicht, geringe Temperaturschwankungen).

 

Sauerstoffgehalt (eine Sauerstoff-freie Umgebung)

Sauerstoff reagiert mit vielen Substanzen in den Lebensmitteln. Er ist auch die Lebensgrundlage für Ungeziefer, Schimmel und Bakterien, die die Lebensmittel angreifen. Daher ist es bei der Langzeitagerung wichtig, den Kontakt der Lebensmittel mit Sauerstoff möglichst zu vermeiden. Es gibt verschiedene Methoden – in der Lebensmittelindustrie (Dosenherstellung etc.) wird zum Beispiel der Sauerstoff durch reinen Stickstoff ersetzt, der inert ist und mit den Lebensmitteln nicht reagiert. Für die persönliche Vorsorge ist es allerdings am einfachsten Sauerstoffabsorber einzusetzen.

 

Schutz vor Sonnenlicht

Sonnenlicht erzeugt Wärme, die bei der Lanzeitlagerung immer unerwünscht ist. Darüber hinaus kann die UV-Strahlung die Haltbarkeit sowie die Geschmackseigenschaften der Lebensmittel negativ beeinflussen.

 

 

 

*) Dies gilt nicht für Tiefkühlkostlebensmittel. Diese werden langfristig bei Minus-Temperaturen gelagert. Für die persönliche Vorsorge ist dieese Methode allerdings nicht geeignet, da sie von der ununterbrochenen Stromlieferung abhängt.