Einkochen - Grundlagen

Einkochen - Grundlagen

 

 

Einkochen ist eine traditionelle Methode von Lebensmittelkonservierung, die jeder zu Hause nutzen kann. Gut eingekocht, halten verschiedene Lebensmittel (Obst, Gemüse, aber auch verschiedene Fleischgerichte) jahre- bis jahrzentelang einfach bei Zimmertemperaturen. Man muss nur dabei immer ein paar Grundregel im Hinterkopf haben.

 

 

Einkochen – das Prinzip

 

Beim Einkochen werden durch Hitze (75 – 100 Grad, je nach Einkochgut) etwaige Krankeitserreger getötet. Beim Erhitzen dehnt sich die Restluft im Einkochglas aus und entweicht aus dem Glas, beim Abkühlen entsteht dann Unterdruck (Teilvakuum), der den Glasdeckel dicht hält (es sind keine Klammern nötig, der Deckel muss selbst halten, nur durch den Unterdruck im Glas). Solange der Deckel hält und der Inhalt des Glases keine sichtbaren Schaden aufweist (Schimmel usw.), bleibt der Inhalt genießbar.

 

 

Zwei Konservierungsmethoden

 

Im Grunde gibt es zwei Wege, wie man Lebensmittel durch Hitze konservieren kann - Pasteurisierung (von 75 bis 100 Grad) und Sterilizierung (bis 120 Grad, wird in Überdruckmaschinen erreicht). Sterilizierung ist die „stärkere“ Methode, auf diese Weise werden verschiedene Dosen industriell produziert, zu Hause ist sie aber nur schwer realisierbar.

 

 

Nur Frisches einkochen!

 

Pasteurisierung (wozu auch das Einkochen gehört) schafft es auch verschiedene Lebensmittel zu konservieren und jahrelang haltbar zu machen – es ist dabei aber sehr wichtig nur Frisches einzukochen (bei Obst und Gemüse idealerweise gerade Geerntetes, beim Fleisch nur frisches und gesundes Fleisch vom Metzger, kein Fleisch von einer Theke im Supermarkt). Bei Lebensmitteln, die nicht ganz frisch sind, vermehren sich allmählich verschiedene Bakterien. Wenn man die Lebensmittel nach mehreren Tagen zubereiten und essen will, ist es meistens noch kein Problem – wenn man allerdings solche unfrische Lebensmittel einkochen und einlagern will, kann man nicht sicher sein, dass wirklich 100 % der Bakterien beim Einkochprozess getötet wurden. Im Laufe der Zeit können sich dan die übriggebliebenen Bakterien doch vermehren und den Glasinhalt verderben.

 

 

Was ist wenn ich nur im Supermarkt einkaufen kann?

 

Wenn Sie in einer Großstadt leben, kann es ja passieren, dass Sie kein eigenes Obst haben und keinen verlässlichen Metzger kennen, bei dem das Fleisch garantiert frisch ist. Was passiert also, wenn man nicht ganz frische Lebensmittel einkocht? Z.B. gekaufte Äpfel oder Fleisch von der Theke?

 

Wenn Sie richtig eingekocht haben, wird das Ergebnis höchstwahrscheinlich auch ganz gut und haltbar sein. Man kann sich dann aber nicht mehr darauf verlassen, dass die eingekochten Lebensmittel jahrelang halten. Es ist dann eher mit einer Haltbarkeit von einigen Wochen, höchstens einigen Monaten zu rechnen. Das ist aber gar nicht schlimm – im Gegenteil ergibt sich hier für Einkochen ein weiteres Einsatzfeld. Im Einkochautomaten können Sie bis zu 14 1l-Gläser auf einmal einkochen. D.h. Sie können mit einem Schlag verschiedene Gerichte für die ganze Woche oder sogar für mehrere Wochen kochen und auf diese Weise eine Menge Zeit sparen! Viele inspirierende Rezepte finden Sie z.B. im WECK-Einkochbuch (siehe unten).

 

 

Einkochen für Ihre Krisenvorsorge

 

 

Welche Lebensmittel eignen sich zum Einkochen?

 

Einkochen kann man nahezu alle Lebensmittel. Bei frischem Obst und Gemüse muss man allerdings einen gewissen Verlust an Vitaminen in Kauf nehmen (eingekochte Äpfel oder Beeren haben zwar immer noch Vitaminen, allerdings weniger als frisches Obst). Bei Lebensmitteln, die am meisten frisch konsumiert werden (Äpfel, Tomaten, Kirschen usw), kann man sich statt Einkochen z.B. für Dörren entscheiden (Link zu unserem Dörrautomaten HIER). Beim Fleisch spielt es dagegen keine große Rolle, ob man es eine Stunde lang brät, oder anderthalb Stunden lang einkocht – der Kalorien- und Vitamineninhalt wird am Ende ungefähr gleich sein.

 

 

Wie fängt man am besten an?

 

Wir möchten Ihnen auf dieser Stelle recht herzlich das WECK-Einkochbuch empfehlen. Hier hat die Firma WECK ihre mehr als hundertjährige Erfahrungen mit Einkochen zusammengefasst. Das Buch ist trotzdem nicht nicht allzu „dick“ - auf den ersten ca 20 Seiten wird das physikalische Prinzip von Einkochen erklärt und einie wichtige „Erfolgsregel“ enthüllt, dann folgen ca 100 Seiten von einfachen und bewährten Rezepten für verschiedenste Lebensmittel (Obst, Gemüse, Beeren, Bohnen, Fleisch und sogar Kuchen). Das WECK-Einkochbuch ist einfach ein Muss für jeden, der sich für Einkochen interessiert.