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In unserem Blog bringen wir Ihnen interessante Einsichten in das Thema Krisenvorsorge. Die meisten Blogartikel finden Sie unter diesem Link - HIER

 


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Edelmetalle für Einsteiger

 „Die Klugsten kaufen jetzt ein!“ - die Anleitung für beginnende Anleger

 

Krisenvorsorge - Edelmetalle

 

 

 

 

Warum Gold und Silber?

 

Gold und Silber sind inflationssicher, weil keine Regierung oder Notenbank sie „drucken“ kann. Sie können nur gefördert werden, die Förderung kann man aber nicht beliebig erhöhen oder beschleunigen. Mehrere Tausend Jahre lang haben Gold und Silber die Rolle des „echten Geldes“ gespielt, und daran wird sich höchstwahrscheinlich auch in der Zukunft nichts ändern.

 

 

 

Investitionsmöglichkeiten – Kurzüberblick

 

  1. Numismatische Münzen (historische Münzen, spezielle Gedenkmedailien usw.). Außer dem Wert des eigentlichen Metalls zahlt man hier auch für den schwer definierbaren „historischen und künstlerischen Wert“. Als Investitionsmöglichkeit für Einsteiger sind sie bestimmt nicht geeignet.

 

  1. Papier- und Elektronische Edelmetalle“ – Börsenspekulationen und Commodity-Handel, ETF Fonds und weitere Möglichkeiten, die eines gemeinsam haben: Man hat das physische Metall nicht in der Hand, sondern handelt mit ihm virtuell. Wenn man die Metalle nicht physisch besitzen will, sich an den Börsen auskennt und an kurz- und mittelfristigen Preisschwankungen verdienen will, kann es ein guter Weg sein. Wenn man aber Gold und Silber als eine Art „Krisenversicherung“ nutzen will, dann ist dieser kein guter Weg. Schon deswegen, weil z.B. die Menge des „virtuellen Silbers“ viel größer als die des real existierenden physischen Silbers ist – nicht um 10 oder 20 %, sondern 10 bis 100 mal so hoch. Ganz grob gesagt: Für jedes Gramm realen Silbers, das es auf der Welt gibt, gibt es 10 bis 100 Besitzer. Sollte eine Krise zuschlagen, wird das „virtuelle“ Gold und Silber weitgehend wertlos.

 

  1. Physische Münzen oder Barren – die beste Möglichkeit. Die Grundeinheit ist eine Unze (1 Oz), welche 31,1 g entspricht. In diesen Einheiten werden die physischen Metalle weltweit gehandelt. Es ist also vernünftig die Metalle in Unze-Vielfachen einzukaufen, weil dann der etwaige Rückverkauf am einfachsten ist. Eine Ausnahme mag bei Gold sein – 1 Unze kostet momentan (Anfang 2015) etwa 1100 €, was für Kleinanleger schon ziemlich viel sein kann. Hier ist es kein Fehler kleinere Mengen (1g, 5g, 10 g Barren) einzukaufen. Im Grunde gilt aber: für Kleinanleger sind Unzen etwas besser als Gramm.

 

Für das Eigentum von Edelmetallen gilt eine sehr einfache Regel: Kann ich mein Gold und Silber jederzeit sehen und anfassen (egal ob zu Hause oder im Sicherheitsschrank in der Schweiz)? Dann habe ich es. Kann ich es nur bedingt, teilweise, oder gar nicht machen? Dann habe ich es nicht.

 

 

 

Münzen oder Barren?

 

Es gibt keine eindeutige Antwort, beides ist richtig. Münzen können aber für Kleinanleger doch günstiger sein. Sie sind klar geteilt (1 Münze = 1 Unze) und weniger fälschungsanfällig (einen relativ einfach geprägten 1 Kilogramm Silberbarren für 570 € lohnt es sich eventuell zu falsifizieren, eine 1 Unze-Münze für 17 € so gut wie gar nicht).

 

 

 

Welche Münzen?

 

Es empfiehlt sich die weltweit meistverbreiteten Münzen einzukaufen. Je üblicher und bekannter die Münze ist, desto größer ist die Chance, dass man sie immer problemlos an mehreren Orten wieder verkaufen kann (fast jeder Gold- und Silberhändler kauft die Münzen auch jederzeit zurück). Die besten Münzen sind also:

 

  • Wiener Philharmoniker – Gold und Silber 1 Oz Münzen. Die Wiener Philharmoniker sind die meistverbreiteten Münzen in den deutschsprachigen Ländern und bei den meisten Händlern sind sie auch die günstigsten. In Mitteleuropa kennt sie jeder, und sie können immer problemlos wieder verkauft werden.
  • Canada Maple Leaf – Gold und Silber 1 Oz Münzen. Ebenfalls sehr günstige Münzen, die nicht nur in Mitteleuropa, sondern weltweit bekannt sind.
  • American Eagle – 1 Oz Silbermünzen. Um etwa 50 Cent - 1 € pro Münze teurer als Philharmoniker und Maple Leaf. Sie sind aber die am längsten verkauften Silbermünzen der Welt (schon seit 1986) und daher auch weltweit bekannt.

 

Es gibt noch mehrere verbreitete Münzen (Krugerrand aus Südafrika, Koala und Kangaroo aus Australien, Chinesischer Panda und weitere). Vorsicht allerdings, einige Gold- oder Silbermünzen bestehen nicht aus reinem Edelmetall. Die Goldmünzen American Eagle oder Krugerrand beinhalten zum Beispiel etwa nur 91,666 % Gold. Diese Münzen werden zwar weltweit anerkannt und für dieselben Preise wie die „reinen“ Münzen gehandelt, es ist aber besser nur reines Edelmetall einzukaufen.

 

Man findet auch verschiedene „spezielle Serien“ im Markt (die „Lunar-Serie“ und Ähnliches). Man sollte aber bedenken, dass man in diesen Fällen außer dem eigentlichen Metall auch einen gewissen „Mehrwert“, oder eine „Exklusivität“ bezahlt. Inwieweit dieser Mehrwert beim eventuellen Rückverkauf berücksichtigt wird, ist ungewiss. Im Grunde gibt es bei reinem Investitionseinkauf keinen Grund dafür mehr zu zahlen, als den aktuellen Preis der meistverkauften Münzen.

 

 

 

Gold oder Silber?

 

Beides, jedenfalls nicht nur Gold. Für Silber sprechen mehrere Gründe, vor allem folgende:

  • Silber wird unterschätzt. Historisch betrachtet lag das Gold-Silber-Preisverhältnis zumeist zwischen 1:10 und 1:20 (für eine Unze Gold konnte man 10 bis 20 Unzen Silber bekommen). Dies entspricht etwa dem natürlichen Vorkommen der beiden Edelmetalle. Heute bekommt man für 1 Unze Gold etwa 55 Unzen Silber. Silber ist also unterschätzt und hat ein größeres Wachstumspotenzial.

  • Gold bleibt, Silber wird verbraucht. Fast jede Unze Gold, die je auf der Welt gefördert wurde, ist immer noch da. Silber wird dagegen tagtäglich in den verschiedensten Industriezweigen verbraucht und kann also einfach knapp werden. Ein weiterer Grund dafür, warum der Silberpreis ein hohes Wachstumspotenzial hat.


 

Wann einkaufen?

 

Sehr einfach gesagt – wann sonst als jetzt. Wir haben die Wirtschaftskrise aus 2008-2009 und die folgende Eurokrise scheinbar gemeistert. Doch die Schulden der Eurozone und den USA wachsen weiter (der ausgeglichene Haushalt Deutschlands ist dabei eine erfreuliche, aber eigentlich unbedeutsame Ausnahme.) Weitere schwere Wirtschaftskrisen sind daher keinesfalls ausgeschlossen, sondern eher vorprogrammiert. Jetzt befinden wir uns aber in der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs. Aktien steigen und sogar Staatsanleihen sehen wieder wie eine gute Investition aus. Edelmetalle sind dagegen weniger begehrt und daher auch deutlich günstiger. Die aktuellen Preise sind die niedrigsten seit ca. 3 Jahren.

 

 

Wir wünschen Ihnen viel Glück bei Ihren Investitionen!  

 

 

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Wann, wenn nicht heute?

Die Krisenvorsorge ist natürlich wichtig, heute vielleicht wichtiger denn je. Doch man sollte nicht nur über Krisen und möglichen Notfällen nachdenken. Es gibt ja ohnehin genug schlechte Nachrichten und düstere Prognosen überall in den Medien. Hier zur Abwechslung ein Artikel für die gute Laune :) Nicht alles ist heute gut. Doch viel mehr, als wir glauben! 

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Wann, wenn nicht heute? 

 

Die Deutsche sind glücklich. Der Wirtschaft geht es gut, die Arbeitslosigkeit hält sich auf einem niedrigen Niveau und zusätzlich hat Deutschland letztes Jahr sogar die Fußbal-WM gewonnen. Von der Wirtschaftskrise kaum getroffen, erleben Deutsche eine der besten Phasen Ihrer Geschichte.

 

Na ja, wenn so was sogar in den Mainstream-Medien wiederholt geschrieben wird, scheint es wirklich „ernst“ zu sein:

 

 

Ein Skeptiker könnte das Alles als nur einen Trend abwinken, als etwas, was bei den ersten Problemen wider abklingt. Die heutige Lage würde er als eine Abnormalität empfinden, auf die sich man lieber nicht gewöhnen sollte. Was, die Mehrheit der Menschen sei zufrieden, oder sogar glücklich? Wer soll das denn glauben, bitte schön?

 

Doch ich denke, wir können uns erlauben diese Situation zu geniessen. Erst einmal – dass eine Mehrheit der Menschen ihre Zufriedenheit wiederholt – und freiwillig – deklariert ist an sich eine tolle Sache. In der Geschichte passiert so was eher selten. Die Normalität sieht oft anders aus – man will etwas, was man nicht hat oder haben kann, erinnert nostalgisch auf die „guten alten Zeiten“, schuldigt andere Menschen oder Menschengruppen wegen eigener Probleme an. Heutzutage ist in Deutschland relativ wenig davon zu spüren. Gut gemacht :)

 

Und zweitens – es ist gar nicht nur die aktuelle Wirtschaftskonjunktur, auf der unsere positive Lebenseinstellung beruhen kann. Abgesehen davon, ob die Arbeitslosigkeit momentan 5 % oder 15 % beträgt und ob die Wirtschaft gerade um 2 % wächst oder um 0,5 % schrumpft – wir leben in einer der besten Zeiten, die es je gab. Das „wir“ kann man hier als Deutsche, Mitteleuropäer, Europäer, oder sogar einfach „Menschen“ verstehen, ganz wie man will. Folgende Fakten sind nämlich gültig, egal aus welchem Blickwinkel man sie betrachtet:

 

  • die Menschen leben länger und sind gesünder, als je zuvor. Noch vor 100 Jahren gab es knapp 2 Miliarden Menschen auf der Erde und sie starben im Alter von etwa 40 Jahren, sehr viele Kinder starben beim Geburt. Heute gibt es mehr als 7 Miliarden Menschen auf der Erde, die durschnittlich 65 Jahre lang leben (in Deutschland sogar 80 Jahre) und Säuglingsmortalität ist in weiten Teilen der Welt kein Thema mehr.

  • Die persönliche Freiheit ist auf einem hohen Niveau. So viel Menschen wie noch nie können weltweit Ihr Leben selbst gestalten und bestimmen. Europa gehört hier zu den best gestellten Regionen der Welt.

  • Unsere technische Fähigkeiten entwickeln sich erstaunlich schnell. Vor 10.000 Jahren lernten wir den Pflanzenanbau, 1785 entwickelten wir die erste Dampfmaschine, 1903 lernten wir zu fliegen und schon 1969 landeten wir auf dem Mond. Heute haben wir Internet, Flugzeuge, Raumschiffe und wir lesen sogar das menschliche Genom. Eine spannende Zeit, würde man sagen.

 

Man könnte unendlich viele weitere Beispiele ausdenken, sowie fast genauso viele Gegenargumente, weil des oder jenes nicht so toll ist, wie es aussieht. Doch bevor man die – bestimmt gut begründeten und gut gemeinten Einwände gegen solchen Optimismus erhebt – kann man versuchen eine einfache Frage zu beantworten.

 

Wann und wo, wenn nicht jetzt und hier, möchte ich am liebsten leben? Wäre es die Steinzeit? Das Römerreich (allerdings mit dem Risiko, das ich kein Patricius, sondern ein Sklave bin)? Das Mittelalter mit seinen Pestepidemien? Oder das 20. Jahrhundert mit den zwei Weltkriegen?

 

Nöö, danke, mir geht es im Mitteleuropa am Anfang des 21. Jahrhunderts ziemlich gut. Viel kann und muss noch getan und verbessert werden, es bleibt weiterhin viel Unrecht auf der Welt, man darf sich nicht einfach zurücklehnen. Aber verdammt noch mal, historisch und geographisch betrachtet, sind wir echte Glückspilze!

 

 

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Kurz zum Autor: Ich heiße Jaromir Ctrnacty, bin 31 Jahre alt. Ich habe Ökonomie und Umweltschutz studiert, dann 6 Jahre lang im Energiebereich gearbeitet, zuerst in Prag, dann in Leipzig und Nürnberg. Seit mehreren Jahren interessiere ich mich auf für das Finanzsystem und die Krisenvorsorge. Ende 2013 habe ich die Firma Sicherstadt gegründet, unter dem Motto: Die erste Krisenvorsorge für Stadtmenschen (www.sicherstadt.de).

 

 

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Wachstum ist nicht gleich Wachstum

Es wird heutzutage oft über Wachstum gesprochen. Doch sehr oft verstehen verschiedene Menschen unter diesem Begriff nicht dasselbe. Diese Begriffsverwechslung reicht bis zu den obersten Entscheidungsträgern und beeinflusst uns alle mehr, als wir glauben.

 

 

 

Krisenvorsorge - Wachstum

 


 

 

Wachstum (im Sinne von Entwicklung, Fortschritt) ist gut.


 

Ich denke, wir sollten keine Welt ohne Wachstum anstreben. Ganz im Gegenteil – wir sollten uns um eine Welt bemühen, in der ein ständiges, nachhaltiger Wachstum möglich ist. Denn – Wachstum ist gut. Ich spreche hier nicht über die Ressourcenverschwendung oder den immer mehr steigender Konsum. Aber die Wachstumphilosophie an sich, das „Ich-will-mehr-Gefühl“ ist schon seit Jahrtausenden die treibende Kraft unserer Entwicklung. Deswegen leben wir auch nicht mehr in Höhlen, sondern können über das Internet kommunizieren und zum Mond fliegen. In diesem Sinne brauchen wir wirklich keine Postwachstumsgesellschaft. Es ist gut, dass wir weiterhin immer mehr wollen!


 

Steigender Konsum (steigender Ressourcenverbrauch) ist dagegen nicht wünschenswert.


 

Man muss kein großer Denker sein um zu verstehen, dass ein immer weiter steigender Ressourcenverbrauch im geschlossenen System zum Kollaps führen kann. Wenn jeder einzelne Mensch so viel an Ressourcen verbrauchen würde, wie ein durchschnittlicher US-Amerikaner, dann bräche das ganze System ganz schnell zusammen. Klar, der menschliche Erfindergeist und der freie Markt schaffen viel – wie etwa das Finden neuer Wege, um eine knappe Ressource durch eine ganz neue zu ersetzen. Ja, die Ressourcenknappheit zwingt uns neue Wege zu suchen, Mangel führt zum Fortschritt. Daher ist auch Konsum eine wichtige Motivationsquelle, um weiter forschen zu müssen, um nicht geistig stehen zu bleiben. Doch es gibt Probleme, die mit steigendem Konsum eng verbunden sind und die nicht einmal der freie Markt effektiv lösen kann (Umweltbelastung, Klimawandel, globale Vermögensverschiebung usw.). Daher ist steigender Konsum allein, als ein Ziel an sich, eine gefährliche Idee.


 

Wachstum und steigender Konsum werden von den wichtigsten Entscheidungsträgern verwechselt.


 

Unter Politikern und Notenbankern hat sich in den letzten Jahrzehnten folgende Maxime durchgesetzt: Konsum = Wachstum = Fortschritt. Nach dieser Logik muss der Konsum mit allen Mitteln unterstützt, oder – wenn es nicht anders geht – sogar den Menschen aufgedrängt werden. Konsumiert man nicht, bricht die Nachfrage zusammen, was wiederum die ganze Wirtschaft lähmt. Die Menschen dürfen einfach nicht weniger verbrauchen wollen, sozusagen in ihrem eigenen Interesse. Inflation ist also wünschenswert, weil sie die Menschen motiviert, Geld lieber schon heute als morgen auszugeben. Hohe Zinsen sind nicht erwünscht, denn dann wird nicht gekauft, sondern gespart. Deflation ist das absolute Böse, denn dann würden alle mit ihren Käufen und Investitionen warten, niemand würde mehr etwas machen, und die ganze Wirtschaft würde zusammenbrechen. Es ist also alles erlaubt um Deflation abzuwenden – niedrige, neulich sogar negative Zinsen, eine wahnsinnige Staatsverschuldung. Im Hinterkopf der Entscheidungsträger sitzt einfach der Gedanke, dass der Konsum um jeden Preis weiter wachsen muss, da sonst alles zusammenbricht.


 

Diese Logik führt zu schweren Wirtschaftskrisen und gefährdet das Wachstum selbst.


 

Diese Logik hat letztlich die Wirtschaftskrise von 2008 verursacht. Sie hat ja als Hypotheken-Krise in den USA begonnen. Die Banken haben zu viel „Geld aus dem Nichts“ geschaffen um Kredite an Menschen zu geben, die sich eigentlich kein eigenes Haus leisten konnten. Es musste JETZT investiert und gekauft werden, nicht später. Die Krise von 2008 haben wir scheinbar gemeistert, die meisten Staaten haben es aber mit einem rasanten Verschuldungswachstum bezahlt. Die Ursachen der Krise sind nicht weg, sondern wachsen weiter, quasi zusammen mit den wachsenden Schulden. Sollte eine weitere Wirtschaftskrise zuschlagen, werden die Staaten keine Möglichkeit mehr haben, sich wieder Milliarden Dollar zu leihen oder einfach zu drucken. Das interessiert die Notenbanken und die Regierungen aber nicht. Die Verschuldung ist sekundär – vor allem muss die Deflation abgewendet werden! Neue Staatsanleihen her, Zinsen noch weiter absenken. Es sieht leider so aus, als ob wir wirklich zuerst eine schwere Wirtschaftskrise erleben müssten, um den Weg des „immer weiter wachsenden Konsums“ zu verlassen. Leider kann eine auf diese Weise aufgedrängte Erfahrung sehr teuer werden und gesundes Wachstum für eine lange Zeit unmöglich machen.


 

Fazit - Was kann man also als Einzelner tun?


 

Vor allem können wir uns bemühen, uns unser Leben ohne wachsenden Konsum vorzustellen. Das bedeutet nicht, weniger Lebensqualität im Interesse der Nachhaltigkeit hinzunehmen. Wir könnten zum Beispiel lernen, im Alltag Konsum und Wachstum (Entwicklung) zu unterscheiden. Ein durch Kredit finanzierter Übersee-Urlaub gehört hier ganz eindeutig der ersten Kategorie an, ein neues Auto mit dem man zur Arbeit fährt, schon weniger, ein aufwändiges medizinisches Forschungsprojekt schon gar nicht. Es gibt täglich viele Entscheidungen auf der persönlichen Ebene, bei welchen wir bestimmen können, ob wir unsere Zeit und unser Geld bloß konsumieren, oder in dauerhafte Werte wandeln wollen.


 

Man sollte aber nicht erwarten, dass genug Menschen den „Unterschied zwischen Wachstum und Wachstum“ rechtzeitig und freiwillig begreifen – und schon gar nicht die ganz oben. Ein paar schwere Wirtschaftskrisen werden wohl noch nötig sein, bis wir als Gesellschaft auf den immer wachsenden Konsum verzichten. 

 

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Kurz zum Autor: Ich heiße Jaromir Ctrnacty, bin 31 Jahre alt. Ich habe Ökonomie und Umweltschutz studiert, dann 6 Jahre lang im Energiebereich gearbeitet, zuerst in Prag, dann in Leipzig und Nürnberg. Seit mehreren Jahren interessiere ich mich auf für das Finanzsystem und die Krisenvorsorge. Ende 2013 habe ich die Firma Sicherstadt gegründet, unter dem Motto: Die erste Krisenvorsorge für Stadtmenschen (www.sicherstadt.de).

 

 

 

 

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